Hip-Hop: Mehr als nur ein Hobby? 

Hip-Hop, für man­che ist es nur ein Tanz­stil, für ande­re ein Trend aus Musik­vi­de­os und Social Media. Aber wenn man genau­er hin­schaut, merkt man schnell: Für vie­le Jugend­li­che ist Hip-Hop viel mehr. Es ist ein Gefühl, ein Ort, an dem man sich wohl­fühlt, ein Aus­druck von Stär­ke, Frei­heit und Gemein­schaft. Schon beim Betre­ten des Trai­nings­raums wird klar, dass hier nicht nur Schrit­te gelernt wer­den. Hier ent­steht Ener­gie, ein Rhyth­mus, der die Grup­pe ver­bin­det und in dem jede Per­son ihren Platz fin­det. 

Wir woll­ten her­aus­fin­den, war­um Hip-Hop so beson­ders ist. Was moti­viert jun­ge Men­schen dar­an? Was macht den Tanz­stil so beson­ders? Dafür haben wir nicht nur zuge­schaut, son­dern selbst erlebt, wie ein Hip-Hop-Trai­ning abläuft. Wir haben gese­hen, wie kon­zen­triert die Tän­ze­rin­nen an ihren Moves arbei­ten, wie sie lachen, wenn ein Sprung gelingt, und wie sie sich gegen­sei­tig hel­fen, wenn etwas noch nicht klappt. 

Aus­ser­dem haben wir mit ver­schie­de­nen Tän­ze­rin­nen und Trai­ne­rin­nen gespro­chen, für die Hip-Hop eine gros­se Rol­le im All­tag spielt. Sie haben uns erzählt, war­um sie tan­zen, wel­che Erin­ne­run­gen sie mit Hip-Hop ver­bin­den und wie der Tanz ihr Leben geprägt hat. Ihre Geschich­ten zei­gen: Hip-Hop ist mehr als ein Hob­by. Hip-Hop ist Aus­druck von Iden­ti­tät, Emo­tio­nen und Zusam­men­halt. 

Trai­ne­rin Pame­la, 43 Jah­re alt

Hip-Hop hat eine star­ke Wir­kung auf die Jugend­li­chen. Sie kön­nen dadurch von ihren Pro­ble­men abschal­ten, bekom­men Kraft, Selbst­be­wusst­sein und mer­ken, dass sie etwas Wert­vol­les kön­nen. Ein wich­ti­ger Wert im Hip-Hop ist, dass alle gleich behan­delt wer­den, egal wie sie aus­se­hen oder wie sie sind. Mob­bing gibt es bei uns nicht. 

Vie­le Jugend­li­che schau­en zu den Älte­ren auf und wol­len genau­so gut wer­den. Das moti­viert sie. Bei uns gibt es kei­nen Kon­kur­renz­kampf. Wir sind wie eine gros­se Fami­lie, die sich gegen­sei­tig unter­stützt. Musik spielt eine gros­se Rol­le. Die Songs müs­sen uns alle inspi­rie­ren, sonst klappt die Cho­reo­gra­fie nicht. Und die Momen­te, wenn die Kin­der ihre Fort­schrit­te zei­gen oder auf der Büh­ne strah­len, sind ein­fach unglaub­lich.

Pame­la

Trai­ne­rin und Schü­le­rin Sin­ja, 24 Jah­re Alt

Ich kann vie­les aus mei­nem eige­nen Trai­ning beim Unter­rich­ten der Klei­nen anwen­den, zum Bei­spiel das Auf­wär­men oder spe­zi­el­le Übun­gen für die Kin­der. Hip-Hop bedeu­tet für mich Frei­heit. Trai­ne­rin und gleich­zei­tig Schü­le­rin zu sein, kann manch­mal stres­sig sein, aber es lohnt sich, weil die Kin­der Freu­de haben. 

Beson­ders schön sind für mich die Team­mo­men­te, vor allem bei Shows. Ich moti­vie­re jün­ge­re Tän­ze­rin­nen immer, an sich selbst zu glau­ben. Mein Vor­bild ist Pam, und Hip-Hop hat mein Selbst­ver­trau­en rich­tig gestärkt.

Sin­ja

Schü­le­rin Ali­ne, 22 Jah­re alt

Ich tan­ze, weil es mir ein­fach Spass macht. Tan­zen ist für mich ein Hob­by, bei dem ich kom­plett abschal­ten kann. Durch eine Freun­din habe ich wie­der zum Tan­zen gefun­den, nach­dem ich als Kind auf­ge­hört hat­te. 

Beim Tan­zen füh­le ich mich frei und glück­lich. Am meis­ten Spass macht es mir, wenn wir für Auf­trit­te üben. Dann ken­nen wir den gan­zen Tanz und kön­nen ihn per­fek­tio­nie­ren. Hip-Hop hilft mir, Stress abzu­bau­en, und ich habe dadurch neue Freund­schaf­ten gefun­den. Die United Dance Aca­de­my bedeu­tet mir sehr viel. Dort füh­le ich mich sicher, kann Sport machen, mich aus­drü­cken und Zeit mit mei­nen Freun­din­nen ver­brin­gen.

Ali­ne

Schü­le­rin Enea, 15 Jah­re alt

Es macht mir Spass, dass ich mei­ne Freun­din­nen beim Tan­zen immer sehe. Tan­zen gibt mir Ener­gie und hilft mir, mei­ne Pro­ble­me zu ver­ges­sen. Ich habe dadurch Freun­din­nen gefun­den, die mir sehr wich­tig sind. Unse­re Auf­trit­te sind ein High­light, man sieht, was man alles gelernt hat, und kann rich­tig stolz auf sich sein. Emo­tio­nen beim Tan­zen zu zei­gen, ist manch­mal schwie­ri­ger als die Tech­nik, aber genau das macht den Tanz leben­dig.

Enea

Unse­re Bezie­hung zum Tan­zen

Wir drei, Lavi­nia, Eli­sa und Ire­na tan­zen selbst und haben des­halb eine beson­de­re Ver­bin­dung zum Hip-Hop und zur United Dance Aca­de­my. Jede von uns hat ihren eige­nen Weg zum Tan­zen gefun­den, aber heu­te ver­bin­det uns die­sel­be Lei­den­schaft. 

Lavi­nia tanzt seit sechs Jah­ren. Sie trai­niert drei Mal pro Woche in den Show­grup­pen United Dancers, Tempt­a­ti­ons und Mari­po­sas. Für sie ist die Tanz­grup­pe wie eine zwei­te Fami­lie. 

Eli­sa tanzt seit vier Jah­ren bei der United Dance Aca­de­my und ist Teil der­sel­ben Grup­pe wie wir. Zwei­mal pro Woche trai­niert sie, und sie kann sich ein Leben ohne Tan­zen nicht mehr vor­stel­len. 

Ire­na tanzt schon seit zehn Jah­ren und ist Trai­ne­rin für die jüngs­ten Kin­der. Hip-Hop ist für sie eine Mischung aus Freu­de, Aus­druck, Ener­gie und Gemein­schaft. 

Was uns alle ver­bin­det, ist das Gefühl von Zusam­men­halt. Bei uns gibt es kei­nen Kon­kur­renz­kampf. Wir sind wie eine gros­se Fami­lie, die sich gegen­sei­tig unter­stützt und moti­viert. Hip-Hop bedeu­tet für uns Freund­schaft, Lei­den­schaft, Aus­druck, Kunst und Lebens­freu­de. Hip-Hop ist ein fes­ter Teil unse­res All­tags und von uns selbst gewor­den. 

Beant­wor­tung der Leit­fra­ge

Hier­mit kön­nen wir bestä­ti­gen, dass Hip-Hop weit mehr ist als nur ein Hob­by.
Durch unse­re Beob­ach­tun­gen im Trai­ning, die Gesprä­che mit Tän­ze­rin­nen und Trai­ne­rin­nen und unse­re eige­nen Erfah­run­gen zeigt sich klar: Hip-Hop schafft Gemein­schaft, stärkt das Selbst­be­wusst­sein, hilft beim Abschal­ten und bie­tet einen Ort, an dem jede Per­son so sein darf, wie sie ist.
Ob Trai­ne­rin, Schü­le­rin oder Teil des Teams, für alle bedeu­tet Hip-Hop Frei­heit, Aus­druck, Ent­wick­lung und Zusam­men­halt. Es ist ein Lebens­ge­fühl, das ver­bin­det und Jugend­li­chen einen siche­ren Raum gibt, in dem sie wach­sen kön­nen.

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