Die Lebensrealität von Profi-Handballern in der Schweiz

Pro­fi­sport­ler ver­brin­gen oft mehr als 30 Stun­den pro Woche mit Trai­ning und Wett­kämp­fen. Neben­bei müs­sen sie häu­fig noch Arbei­ten oder Aus­bil­dun­gen unter einen Hut brin­gen. Der kör­per­li­che und men­ta­le Druck ist hoch, genau­so wie der Ver­zicht auf sozia­le Frei­hei­ten und spon­ta­ne Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten. Schmer­zen, Ver­let­zun­gen und Ein­sam­keit sind oft Beglei­ter ihres Sports. Hier neh­me ich euch mit auf die Rei­se einen Tag mit Jan Reich­muth und Jan­nis Vos­kamp zu bestrei­ten

Who Is : Jan­nis Vos­kamp & Jan Reich­muth — Ein Tag im Leben von…

Die Part­ne­rin­nen (Jen­ny = Freun­din von Jan­nis & Anne-Sophie = Freun­din von Jan) der Hand­ball­pro­fis leben in einem All­tag, der oft von Trai­nings­plä­nen und Spiel­ter­mi­nen bestimmt ist. In der frei­en Zeit, in der ihre Freun­de unter­wegs sind, nut­zen sie die Gele­gen­heit, um bewusst Zeit mit der eige­nen Fami­lie und engen Freun­den zu ver­brin­gen, anstatt dau­er­haft auf den Sport-Fokus „auf­zu­sprin­gen“. So behal­ten sie ein eige­nes sta­bi­les Umfeld, das ihnen Halt gibt, wäh­rend sie gleich­zei­tig an der Sei­te eines Leis­tungs­sport­lers ste­hen.

Gleich­zei­tig wur­de mir beschrei­ben, dass der größ­te Stolz genau in den Momen­ten ent­steht, in denen ihr Part­ner auf dem Spiel­feld steht, wenn er Tore wirft, kämpft und alles für sein Team gibt. Sie füh­len sich als Teil die­ses Weges, auch wenn sie im Hin­ter­grund blei­ben und häu­fig auf gemein­sa­me Wochen­en­den, Fei­ern oder spon­ta­ne Plä­ne ver­zich­ten.

Damit die Bezie­hung trotz all die­ser Belas­tun­gen funk­tio­niert, ist Kom­mu­ni­ka­ti­on für Jen­ny und Anne-Sophie der wich­tigs­te Schlüs­sel. Offe­ne Gesprä­che über Erwar­tun­gen, Wün­sche und Gren­zen hel­fen, Miss­ver­ständ­nis­se zu ver­mei­den und sor­gen dafür, dass bei­de Sei­ten gehört wer­den. So fin­den die Paa­re immer wie­der Wege, den vol­len Hand­ball­ka­len­der und das Pri­vat­le­ben in Ein­klang zu brin­gen… nicht per­fekt, aber gemein­sam und auf Augen­hö­he.

Pro­fi-Hand­bal­ler opfern viel, um den hohen Ansprü­chen gerecht zu wer­den: Frei­zeit, spon­ta­ne Tref­fen mit Freun­den oder Fami­lie und unkom­pli­zier­te Wochen­en­den fal­len oft unter die Räder. Der dich­te Trai­nings- und Wett­kampf­plan lässt wenig Raum für Hob­bys oder Erho­lung, was zu Iso­la­ti­on und stän­di­gen Prio­ri­sie­rung des Sports führt. Es ist schwer, pri­va­tes Leben und inten­si­ven Leis­tungs­sport unter einen Hut zu brin­gen – Rei­sen zu Aus­wärts­spie­len, Ver­let­zungs­ri­si­ken und men­ta­le Belas­tun­gen for­dern ihren Tri­but.
Vie­le Part­ne­rin­nen pas­sen sich an, ver­zich­ten auf gemein­sa­me Plä­ne und nut­zen die Lücken für ihr eige­nes Umfeld. Den­noch bleibt die Lei­den­schaft für Hand­ball der Trei­ber, der all den Ver­zicht loh­nens­wert macht.
„Zeit hat man nicht, die­se nimmt man sich.“

Die Lebens­rea­li­tät von Pro­fi-Hand­bal­lern zeigt: Erfolg ent­steht durch Hin­ga­be, Ver­zicht und star­ke Bezie­hun­gen. Hin­ter dem Ram­pen­licht kämp­fen sie mit Zeit­man­gel und Belas­tun­gen, doch Stolz, Kom­mu­ni­ka­ti­on und gegen­sei­ti­ge Unter­stüt­zung hal­ten alles zusam­men.


Dan­ke, dass du mit­ge­le­sen hast. Tei­le dei­ne Gedan­ken in den Kom­men­ta­ren! Bis zum nächs­ten Bei­trag.

Die­ses Lied wird am Schluss des Vide­os genutzt

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